Das ging schief …

Im letzten Jahr hat mein Mann zusammen mit seinem Bruder das Haus der Eltern geerbt. Seitdem haben wir ein neues Hobby: ein Haus ausräumen , den Garten pflegen, bis alles soweit ist, dass es verkauft werden kann – und verkauft ist.

Das Haus liegt genau so weit weg von unserer Wohnung wie unser Garten – nur leider in die ganz andere Richtung. Wie gesagt, ein neues Hobby …

Weshalb ich das alles schreibe:
In diesem Haus gibt es im Wohnzimmer ein schönes Panorama-Fenster nach Süden, ergänzt durch breite Nachtspeicher-Heizungen davor. Da dachte ich mir:
Optimale Bedingungen für das Vorziehen von Tomaten-, Zucchini-, Kürbipsflanzen etc.

Eigentlich hatte ich das Vorziehen aufgegeben – in einer Wohnung mit Fenstern nach Norden ist das nicht eben ideal. Und dazu das „neue Hobby“ …

Ideale Bedingungen eigentlich. Viel Sonne und die leicht warmen Heizungen unten drunter -super, wie im Gewächshaus! Dachte ich. Endlich kräftige Pflanzen, auch nicht so spillerig, weil sie nach dem bisschen Licht gieren, das sie bei uns bekommen (und das mit der Laubentfaltung der riesigen Linden in der Straße im Laufe des Frühjahres nicht mehr wird).

Also säte ich begeistert aus: Tomaten, Zucchini, Kürbisse, Sonnenblumen, sogar Bohnen!

Seltsamerweise blieben die Pflanzen vor dem Panoramafenster klein, blass und taten sich insgesamt schwer.


Als alles schon ein bisschen sehr spät war, kamen wir auf die Lösung:
der Glaser, der einige Jahre zuvor die Fenster und Fensterscheiben aus den 60er Jahren im Haus erneuert hatte, konnte berichten, dass die neu eingesetzte Fensterscheibe alle möglichen Strahlen aus dem Sonnenlicht abfängt (wegen Aufheizen/Wärmeverlust). Darunter auch jene aus dem Spektrum, die Pflanzen besonders gut brauchen können. Kein Wunder also, dass die Pflanzen sich nicht entwickelt hatten. Und schade um die Arbeit, die ich mir damit gemacht hatte.

Nachdem wir das wussten, haben wir die Pflanzen vor die Glasbausteinwand gestellt. Nicht ideal, aber sie haben sich ein bisschen erholt und wir konnten ein paar retten

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